Kurze Antwort
Ein Beschaeftigungsverbot schuetzt Schwangere vor gesundheitsgefaehrdender Arbeit. Es gibt ein generelles Verbot (gesetzlich, z.B. keine Nachtarbeit) und ein individuelles Verbot (aerztlich, bei Gefaehrdung der Gesundheit). Waehrend des Beschaeftigungsverbots erhaeltst du deinen vollen Lohn vom Arbeitgeber.
Generelles Verbot
Gesetzlich, z.B. Nachtarbeit, schwere Arbeit
Individuelles Verbot
Aerztlich, bei gesundheitlicher Gefaehrdung
Lohn
Voller Mutterschutzlohn vom Arbeitgeber
Dauer
Von Bekanntgabe bis Mutterschutz-Beginn moeglich
Das Mutterschutzgesetz unterscheidet zwei Arten von Beschaeftigungsverboten:
Generelles Beschaeftigungsverbot (gesetzlich):
Individuelles Beschaeftigungsverbot (aerztlich):
Wichtig: Das Beschaeftigungsverbot ist NICHT das gleiche wie eine Krankschreibung. Beim Beschaeftigungsverbot erhaeltst du deinen vollen Lohn, bei einer Krankschreibung nach 6 Wochen nur Krankengeld.
Waehrend eines Beschaeftigungsverbots hast du Anspruch auf den sogenannten Mutterschutzlohn:
Rechenbeispiel: Maria (Altenpflegerin, 2.500 EUR netto) erhaelt ab der 12. SSW ein aerztliches Beschaeftigungsverbot wegen vorzeitiger Wehen. Der Mutterschutz beginnt in der 34. SSW. Maria erhaelt 22 Wochen lang ihren vollen Lohn als Mutterschutzlohn, danach Mutterschaftsgeld. Insgesamt: ueber 7 Monate volle Bezahlung ohne Arbeit.
Vorteile gegenueber Krankschreibung: Voller Lohn statt 70% Krankengeld (nach 6 Wochen Lohnfortzahlung). Kein Krankengeld-Deckel. Keine Begrenzung auf 78 Wochen.
Berechne deine Mutterschutzfristen
Zum RechnerDer Weg zum Beschaeftigungsverbot haengt von der Art ab:
Generelles Verbot:
Individuelles Verbot:
Tipp: Beschreibe deinem Arzt deine Arbeitsbedingungen genau: Steharbeit, Stress, Umgang mit Chemikalien, Heben schwerer Lasten usw. Je konkreter, desto einfacher die Beurteilung.
Das Beschaeftigungsverbot hat positive Auswirkungen auf das Elterngeld:
Unterschied zur Krankschreibung: Eine Krankschreibung ab der 7. Woche fuehrt zu Krankengeld (ca. 70% des Brutto, max. 90% des Netto). Das senkt das Durchschnittseinkommen im Bemessungszeitraum und damit das Elterngeld. Ein Beschaeftigungsverbot vermeidet dies -- ein wichtiger Unterschied!
Tipp: Wenn dein Arzt zwischen Krankschreibung und Beschaeftigungsverbot waehlen kann, ist das Beschaeftigungsverbot fuer dich finanziell fast immer besser -- sowohl beim aktuellen Einkommen als auch beim spaeteren Elterngeld.
Beim Beschaeftigungsverbot erhaeltst du deinen vollen Lohn. Bei Krankschreibung nur 6 Wochen Lohnfortzahlung, danach Krankengeld (ca. 70% brutto). Beschaeftigungsverbot ist finanziell deutlich besser.
Nein. Ein aerztliches Beschaeftigungsverbot ist fuer den Arbeitgeber bindend. Er darf es nicht anzweifeln oder dich zur Arbeit auffordern.
Der Mutterschutzlohn umfasst den Durchschnittsverdienst. Ob Sonderzahlungen einbezogen werden, haengt vom Arbeitsvertrag und der tariflichen Regelung ab.
Ja, der Arzt kann das Verbot auf bestimmte Taetigkeiten oder Stundenzahlen beschraenken. Beispiel: Keine stehende Arbeit, max. 4 Stunden/Tag.
Waehrend des Beschaeftigungsverbots werden weiterhin Rentenversicherungsbeitraege gezahlt (auf Basis des Mutterschutzlohns). Es entstehen keine Luecken.
Nein, ab Bekanntgabe der Schwangerschaft gilt der besondere Kuendigungsschutz. Eine Kuendigung ist nur mit Genehmigung der zustaendigen Behoerde moeglich.
Nur wenn der Nebenjob die gesundheitliche Gefaehrdung nicht verstaerkt. Im Zweifel: Deinen Arzt fragen und den Arbeitgeber informieren.
Ja, das Beschaeftigungsverbot und der Kuendigungsschutz gelten ab Bekanntgabe der Schwangerschaft, unabhaengig von der Beschaeftigungsdauer.
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