Kurze Antwort
Das eigene Elterngeld bleibt gleich, wenn der Partner Elternzeit nimmt. Jedes Elterngeld wird separat berechnet. Entscheidend ist die optimale Aufteilung der 12+2 Partnermonate. Durch geschickte Kombination koennen Familien das Gesamtelterngeld maximieren.
Eigenes Elterngeld
Bleibt unveraendert
Partnermonate
12+2 gemeinsam aufteilen
Gleichzeitiger Bezug
Moeglich, aber zaehlt doppelt
Partnerschaftsbonus
2-4 Extra-Monate moeglich
Wenn Ihr Partner Elternzeit nimmt, hat das keinen Einfluss auf die Hoehe Ihres eigenen Elterngeldes. Jedes Elterngeld wird individuell auf Basis des jeweiligen Einkommens berechnet.
Was sich aendert, ist die Aufteilung der Bezugsmonate. Insgesamt stehen einem Paar 12 Partnermonate plus 2 Bonusmonate zur Verfuegung. Die 2 Bonusmonate erhaelt der andere Elternteil, wenn er mindestens 2 Monate Elterngeld bezieht und dabei eine Einkommensminderung hat.
Beispiel: Anna verdient 2.500 EUR netto, ihr Partner Max 3.500 EUR netto. Annas Elterngeld: 2.500 x 65% = 1.625 EUR. Max Elterngeld: 3.500 x 65% = 2.275 EUR (gedeckelt auf 1.800 EUR). Beide Betraege sind fix und aendern sich nicht durch die Elternzeit des jeweils anderen.
Die Kunst liegt in der optimalen Aufteilung der 12+2 Monate. Moegliche Strategien:
Faustregel: Der besserverdienende Elternteil sollte nur die 2 Partnermonate nehmen, wenn es rein um den Gesamtbetrag geht. Fuer die Familienzeit kann eine andere Aufteilung sinnvoller sein.
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Zum RechnerDer Partnerschaftsbonus bietet 2-4 zusaetzliche ElterngeldPlus-Monate pro Elternteil, wenn beide Elternteile gleichzeitig in Teilzeit arbeiten:
Das sind bis zu 8 zusaetzliche ElterngeldPlus-Monate fuer die Familie (4 pro Elternteil). Gerade fuer Paare, die beide in Teilzeit zurueckkehren moechten, ist dies attraktiv.
Beispiel: Anna und Max arbeiten beide 4 Monate lang je 28 Stunden/Woche. Jeder erhaelt 4 Monate Partnerschaftsbonus als ElterngeldPlus. Bei 1.625 x 0,5 = 813 EUR (Anna) und 900 EUR (Max, gedeckelt) sind das 4 x 813 + 4 x 900 = 6.852 EUR zusaetzlich.
Beide Elternteile koennen gleichzeitig Elterngeld beziehen. Das hat Vor- und Nachteile:
Vorteile:
Nachteile:
Beispiel: Beziehen Anna und Max 2 Monate gleichzeitig Basiselterngeld, verbrauchen sie 4 ihrer 14 Monate in nur 2 Kalendermonaten. Fuer die restliche Zeit bleiben nur noch 10 Monate.
Tipp: Gleichzeitiger Bezug lohnt sich am ehesten beim ElterngeldPlus oder fuer den Partnerschaftsbonus.
Nein, die Hoehe Ihres eigenen Elterngeldes bleibt unveraendert. Sie wird auf Basis Ihres eigenen Einkommens berechnet und ist unabhaengig von der Elternzeit des Partners.
Die 12 Partnermonate koennen frei zwischen beiden Elternteilen aufgeteilt werden. Fuer die 2 Bonusmonate muss der jeweils andere Elternteil mindestens 2 Monate Elterngeld beziehen.
Ja, aber jeder Monat gleichzeitigen Bezugs zaehlt als 2 Monate der 14 Partnermonate. Die Gesamtbezugsdauer verkuerzt sich dadurch.
Der Partnerschaftsbonus bietet 2-4 zusaetzliche ElterngeldPlus-Monate pro Elternteil, wenn beide gleichzeitig 25-30 Stunden pro Woche in Teilzeit arbeiten.
Nein, Ihr Partner muss kein Elterngeld beantragen. Dann stehen Ihnen aber nur 12 statt 14 Monate zur Verfuegung, da die 2 Bonusmonate verfallen.
Finanziell ist es oft optimal, wenn der geringer verdienende Elternteil 12 Monate nimmt und der besser verdienende nur 2 Monate. Nutzen Sie unseren Rechner fuer Ihre individuelle Situation.
Ja, aber dann gibt es keine Bonusmonate. Fuer die 2 Bonusmonate muss jeder Elternteil mindestens 2 Monate Elterngeld beziehen.
Ja, Elternzeit und Elterngeld sind unabhaengig. Ihr Partner kann Elternzeit nehmen ohne Elterngeld zu beziehen. Das hat aber keinen Einfluss auf Ihre Elterngeldmonate.
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